Moxatherapie oder Moxibustion

Der Name Moxibustion setzt sich aus dem jap. Wort mogusa = Brennkraut und dem lat. Wort combustio = Verbrennen zusammen. Es ist wohl die älteste Form von Volksmedizin die ca. 6000 Jahre(!!) alt sein soll(„Tausend goldene Rezepte für Notfälle“ von Sun Si-Miao). Diese alte Literaturquelle belegt, dass sich schon damals Moxa in Notfällen als wirksam erwies.

MoxatherapieDie Moxatherapie ist zur Akupunktur absolut gleichrangig, natürlich in Berücksichtigung der Indikation. Traditionell werden Akupunkturpunkte gemoxt v.a bei sog. Kältemustern, auch bei Erkrankungen der Knochen und Gelenke oder bei Stoffwechselerkrankungen. Dies sind nur einige Möglichkeiten einer langen Liste.

Es gibt unterschiedliche Methoden der Moxibustion, wobei alle mit verschiedenen Formen des Beifußkrauts durchgeführt werden. Das Beifußkraut beinhaltet ätherische Öle wie Cineol und Thujaöl, des weiteren Cholin, Baumharze, Vitamine(A,B,C und D), Tannin, Kaliumchlorid, Eisen und Magnesium.

Beim Moxen wird der lokale Stoffwechsel erhöht und es kommt zu einer besseren Gewebsdurchblutung. Ebenso erfolgt eine Weiterleitung über den Meridian zu den inneren Organen. Die Produktion der roten Blutkörperchen (Sauerstofftransport) wird angeregt und die Fließeigenschaft des Blutes verbessert. Der Flüssigkeits-pH-Wert im Gewebe verändert sich zum alkalischen was sich günstig auf Entzündungsprozesse auswirkt. Es hat bakterientötende Wirkung und wirkt damit desinfizierend und schließlich wirkt es beruhigend auf das gesamte Nervensystem.

- In der Akupunktur werden kleine Moxazylinder über die Nadeln gestülpt und angezündet.

- In der An Pi Mo Mai findet man Moxa in unterschiedlichen Darreichungsformen wie das Kegelmoxa aus groben Moxakraut geformt ohne direkten Hautkontakt, oder das sog. Reiskorn- oder Fadenmoxa aus feinwolligem Beifußkraut, mit direktem Hautkontakt, wobei bewusst eine kleine Verbrennung gesetzt wird. Des Weiteren den nach unten geöffneten Moxaständer zur Großflächigen Behandlung oder selbstklebende Moxa-Hütchen zur sanften Punktbehandlung. Die wohl bekannteste und häufigste Form der Anwendung ist die Moxazigarre aus grobem Kraut oder Kohle, wobei die Haut aus einem sicheren Abstand erwärmt wird. Als letztes sei noch der „Tigerwärmer“ erwähnt, der gerne bei akuten Erkältungserkrankungen im Gesicht angewendet werden kann, was bei anderen Methoden nicht möglich ist.