Ba Guan Fa - die Schröpfkopftherapie und Gua Sha - das Schaben

Das Schröpfen ist eine alte Technik die im Westen wie in China(bereits im 2.Jh.) in der Volksmedizin angewandt wurde.
Durch verschiedene Methoden wird ein Unterdruck im Schröpfkopf erzeugt, der die kleinen Hautgefäße anschwellen lässt, eine Hautreizung und schließlich ein künstliches Hämatom erzeugt.

Die Wirkungen beruhen auf einer Art Eigenblutbehandlung, da das Immunsystem insbesondere die Makrophagenaktivität (Fresszellen des Immunsystems)angeregt wird, es wird ein erhöhter Metabolismus (Stoffwechsel) erzeugt, der Lymphabfluß angeregt und schließlich Hautsegmente(Head´sche Zonen) reizt. Das Schröpfen erhöht auch die Monozytenbildung (Vorläufer der Makrophagen) aufs 2-5fache.

Das Schaben ist noch mehr in der Volksmedizin verwurzelt als das Schröpfen und wird heute noch sehr häufig in asiatischen Ländern und den USA als häusliche Therapie vom Patienten selbst oder einem Familienmitglied durchgeführt.

Es wird dabei mit einem Tierhorn, einer Münze oder einem dicken Esslöffel an der schmerzhaften Stelle über die Haut in eine Richtung „geschabt“. Es kommt hierbei zu einer leichten bis starken Hautrötung bis zur Bildung eines Hämatoms. Die Wirkungen gleichen der des Schröpfens.